Das Symboltier Langenaus

Das Symboltier Langenaus
Bild von Sven Wolf; alle Bildrechte bei Sven Wolf.

Wer schon einmal im Sommer in Langenau war, dürfte um die Storchenpracht der Stadt wissen. Auf welches Dach man auch schaut, wenn man in der Innenstadt ist, nach Norden, Süden, Westen, Osten: überall klappert und flattert es.

Rund 200 Störche leben im Sommer im Stadtgebiet. Dies macht Langenau zu einer der Storchenmetropolen Süddeutschlands. Im nahe gelegenen Donaumoos finden sie reichlich Nahrung, während die Dächer Langenaus eine gute Basis für die gewaltigen Nester abgeben. Mittlerweile gehören die Gefiederprachten zu einem Teil der Langenauer Identität.

Auch gelten die Vögel als Langstreckenprofis. Wenn der Winter naht, legen sie auch mal tausende Kilometer zurück, um in der Wärme anzukommen, und das ganz ohne Navi. Wie sie das genau schaffen, bleibt weiterhin ein Gegenstand der Spekulation. Wenn man also ein verlassenes Nest in Langenau sichtet, genießen dessen Bewohner bestimmt gerade die warme Sonne im Süden, meist in Spanien.

Da Störche aber Gewohnheitstiere sind, kommen sie Jahr für Jahr wieder zurück in ihre Heimat, nach Langenau, wie auch immer sie den Weg dorthin finden. Wir in jedem Fall hoffen, dass das auch so bleibt.

Die Vegionale war mit einem Fotograf in Langenau und hat sich vom dortigen Storchenberater Jörg Müller noch viel mehr über die faszinierenden Tiere erzählen lassen - auch, wie die Einwohner Langenaus damit umgehen, dass die nicht eben leisen und stubenreinen Vögel ihre Dächer besetzen.

Wir von der Vegionalen fanden es einen faszinierenden Lichtblick, wie sehr die Langenauer ihre Störche schätzen. Es zeigt uns, dass ein schönes Verhältnis zwischen Mensch und Tier möglich ist. Unsere Art muss nicht das fürchterliche sklavenhalterische Raubtier sein, das es für Schweine, Kühe und Hühner ist. Wir können auch anders, nämlich fürsorglich, mitfühlend und mit instinktiver Freude über die Existenz wundervoller Tiere.

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