Die Albjäger

Die Albjäger
Bild von Emma-Domenica Sposato

Sie heißen „Großer Abendsegler“ oder „Braunes Langohr“. In Deutschland leben 24 Fledermausarten und alle gelten inzwischen als gefährdet.

Ein wichtiger Grund liegt in der Landwirtschaft, denn durch den Einsatz von Insektiziden gibt es deutlich weniger Insekten. Doch genau von diesen Tieren ernähren sich Fledermäuse, und wenn diese Nahrungsgrundlage fehlt, wird es für die Art schnell kritisch. Gleichzeitig wird unsere Umgebung immer ordentlicher. Morsche Bäume werden gefällt und alte Gebäude restauriert oder abgerissen, wodurch viele natürliche Lebensorte verloren gehen.

Fledermäuse leben für ihre kleine Körpergröße ein erstaunlich langes Leben von über 20 Jahren und bekommen dementsprechend nur ein oder zwei Jungtiere pro Jahr. Sind die Bestände also einmal stark zurückgegangen, dauert es sehr lange, bis sie sich wieder erholen. Gerade deshalb ist es so wichtig, die bestehenden Populationen konsequent zu schützen.

Auch der Höhlenverein in Blaubeuren übernimmt dabei Verantwortung. In den Höhlen der Region überwintern zahlreiche Fledermäuse, teils hängen dort mehrere hundert bis zu tausend Tiere in sogenannten Kolonien. Während des Winterschlafs senken sie ihre Körpertemperatur auf etwa vier Grad. Werden sie in dieser Zeit gestört und wachen auf, verlieren sie viel Energie, die ihnen später fehlen kann. Im schlimmsten Fall kann das ihr Leben kosten.

Deshalb bleiben die Höhlen im Winter geschlossen, und der Verein betritt sie nur sehr vorsichtig, um die Tiere zu zählen und sie möglichst nicht aufzuwecken.

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