Diskussion über das „Schnitzel“
Die Affäre rund um das geplante Verbot von veganen Schnitzeln durch das Europaparlament nahm einen irren Plot Twist.
Das Europaparlament hatte in einem Anfall der Schildbürgerei beschlossen, dass es fortan in der ganzen EU verboten sein soll, Produkte, in denen keine Tierleichenteile stecken, Schnitzel, Würste und so weiter zu nennen.
Zahlreiche Unternehmen in Deutschland hatten heftig davor abgeraten - darunter auch Aldi und Burger King - doch das Europäische Parlament blieb stur. Zu groß schien ihm die Gefahr, dass die Hersteller von Ersatzprodukten arglose Verbraucher täuschen, so dass diese versehentlich doch kein totes Tier in ihren Einkaufswagen legen.
Als hätte die EU und auch Deutschland nichts besseres zu tun, als wieder ein Problem zu erfinden und aus Langeweile die Regeln zu ändern.
Nun zerschellt das Verbot aber an einem unerwarteten Eisberg: am deutschen Landwirtschaftsminister Alois Rainer, von Beruf Metzgermeier und berufen von Bayerns ewigem Meatfluencer Markus Söder. Der Grund: Deutsche Landwirte verdienen mittlerweile viel zu gut daran, Erbsen, Soja- oder Ackerbohnen für Ersatzprodukte anzubauen.
Ob es die Diskussion am Ende wert war, dürft ihr gerne für euch selbst entscheiden. Und wer sich daran stört, wie andere ihr Soja-Schnitzel nennen, zeigt vor allem, was für ein sensibles Meatflake derjenige ist.