Warum wir das machen
Mit Griesgram und Sauertöpfigkeit erreicht man nichts und niemanden. Daher streben wir bei der Vegionalen nach dem Schönen und Guten, dem Hoffnungsvollen und Positiven. Wir berichten darüber, wie Aktivisten Mut beweisen, wie sich die vegane Küche immer weiter ausbreitet und wie sich Tierschützer mit liebevollem Fleiß um Tauben, Katzen oder Störche kümmern.
Aber das darf keine Ausrede sein, vor dem, was da passiert, die Augen zu verschließen. Daher berichten wir etwa über die schlimmsten Tierschutzskandale 2025 - und, ehrlich gesagt: Es ist zum Brechen und Würgen und Weinen. Man kann sich einfach nicht vorstellen, zu welcher Grausamkeit Menschen in der Lage sind, um mit Fleisch, Eiern und Milch noch ein bissele mehr Gewinn herausschlagen, ein Cent je Ei, je Liter Milch, je Kilo Fleisch - und wie rasch ein Mensch verroht, wenn er sich einmal darauf einlässt, Grausamkeit gegen Tiere zu seinem Job zu machen. Fast immer gibt es Mitarbeiter, die Tiere nicht nur aus Geiz, sondern offenbar auch aus Lust und Gewohnheit quälen.
Eine "humane" oder "artgerechte" oder "leidfreie" Tierindustrie gibt es schlicht nicht. Jede Art der industriellen Ausbeutung von Tieren geht zwingend mit einem Maß an Grausamkeit einher, vor dem selbst viele Veganer die Augen verschließen. Obwohl sie doch genau darum aufgehört haben, tierische Produkte zu konsumieren.
Das Bild hier oben zeigt Filmaufnahmen der Tierschutzorganisation ANINOVA aus einem Schlachthof für Suppenhühner, also Legehennen, die nach einem auslaugenden und engen Leben im Dienste der Eierproduktion geschlachtet werden. Das maschinelle Köpfen der Hühner am Fließband ist an sich schon entsetzlich genug - doch zu allem Übel zeigen die Videos auch zahlreiche Fälle absichtlicher und unnötiger Tierqual. Sie werden herumgerissen, gepackt, geschlagen und geworfen, und wegen eines Schadens an der Maschine wird manchen Hühnern der Kopf bei lebendigem Leib abgerissen. Als würden die Tiere nicht schon genug leiden.
Man vergisst das alles rasch, und, Hand aufs Herz: Genau darum machen wir das auch. Nicht, weil Sojaschnitzel so gut schmecken oder besonders gesund sind. Sondern weil dabei kein Tier leiden muss.