Ersatzweise und gut
Vegane Ersatzprodukte sind besser als ihr Ruf - findet sogar ein Ulmer Ernährungsberater.
Vegane Ersatzprodukte haben einen miesen Ruf. Sie seien hoch verarbeitet, heißt es, und darum ungesund.
Oft wird man als Veganer zudem gefragt, warum man sein Gemüse denn in Form einer Bratwurst verputze, wenn man denn schon kein Fleisch esse.
Die Antwort ist einfach, erklärt der Ulmer Ernährungsberater Hartmut Distel: Vegan zu sein ist keine kulinarische Entscheidung, sondern eine ethische. Es geht nicht darum, auf ein bestimmtes Geschmackserlebnis zu verzichten oder sich gesünder zu ernähren - sondern darum, dass kein Tier leiden muss, damit wir satt werden.
Die Frage ist daher mittlerweile nicht mehr, ob am Abend eine Bratwurst auf dem Teller liegt - sondern ob sie aus Schweinefleisch oder Sojabohnen gemacht wurde.
Die Vegionale traf sich mit "Hardy" Distel im Virtshaus auf ein paar Tassen Kaffee. Hardy leitet dort den Servicebereich. Er erklärt uns, dass sein Lieblingsessen früher Rostbraten mit Kässpätzle war - und heute auch noch ist. Denn dank der immer besser werdenden Ersatzprodukte muss man als Veganer auf gar nichts mehr verzichten.
Natürlich, wenn nur ein Bruchteil von Menschen so denkt und handhabt, ändert das noch nicht so viel. Trotzdem kann jeder Entschluss, der zum Nachdenken anregt, für eine Veränderung sorgen - und es war noch nie so leicht wie heute. Denn für jede Bratwurst, die aus Soja besteht, muss kein Tier leiden.
Lesen könnt ihr das Interview bald in der gedruckten Form der Vegionalen, die im März in der Region ausliegen wird.