Fundtiere
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Tiere in der Region
Tauben in der Stadt Ulm
Stadttauben zeigen, wie sich die Beziehung zwischen Mensch und Tier zum Besseren verändern kann. Früher hielt man sie in engen Schlägen auf dem Speicher, um ihre Eier und ihr Fleisch zu essen. Heute brüten sie frei und bevölkern gurrend, fliegend und pickend unsere Innenstädte. Stadttauben stammen nicht, wie man manchmal meint, von den hier beheimateten Ringeltauben ab, sondern von Felsentauben. Man kann das an ihren etwas mitleiderregenden Versuchen erkennen, Nester zu bauen. Sie sind es gewohnt, in Felsvorsprüngen zu nisten, weshalb wenige Zweige ausreichen. In Mauernischen, wie etwa in Ulm zwischen Xinedom und Deutschhaus, gelingt dies auch gut; auf Bäumen und anderen Punkten wirkt es eher traurig. Die Tauben wurden auch nicht als fliegender Briefträger domestiziert, sondern als Nahrungsmittel, vor allem für die arme Stadtbevölkerung. Sie sind darauf gezüchtet, rasch Fleisch anzusetzen und viele Eier zu legen. Sie brüten bis zu neun Mal im Jahr, unabhängig vom Nahrungsangebot. Für viele Tauben wurde der zweite Weltkrieg schließlich zum Befreiungsschlag. Als die britischen Bomben rund 80 Prozent von Ulm zerstörten, entkamen viele von ihnen. Wie viele Tauben konkret in Ulm und Neu-Ulm leben, hat natürlich niemand gezählt. Man sagt aber, dass auf drei Einwohner einer Großstadt pi mal Daumen eine Taube kommt, womit wir bei etwa 40.000 Tauben in Ulm und 20.000 in Neu-Ulm wären. D