Regionales
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Aktivismus
PETA Street Team
„Der Aktivismus hat mich selbstbewusster gemacht.“
Tierrechte und Tierschutz sind 2025 nicht mehr irgendein „Tabu-Thema“, sondern eines, das junge Menschen laut, sichtbar und politisch macht. Etwa den 27-jährigen Ulmer Aktivisten Johannes Held, der im Sommer 2025 entschieden hat, den Tierrechts-Aktivismus in Ulm neu aufleben zu lassen. Schon früher war Johannes Mitaktivist der mittlerweile inaktiven Ulmer Earthlings. Im vergangenen Jahr stellte er das PETA-Streetteam auf die Beine, eine Gruppe aus 20 Leuten, die Aktionen planen und zusammen die Öffentlichkeit suchen. Das Besondere: Sie müssen das Demomaterial nicht selbst basteln. Die Tierschutzorganisation PETA stellt Flyer, Banner, Plakate und Kostüme zur Verfügung. Dadurch wirken die Demos nicht wie hemdsärmelig vorbereitet, sondern professionell und einheitlich, was für die Reichweite und Wahrnehmung wichtig ist. Johannes’ Engagement kommt nicht aus dem Nichts. Er wurde schon mit 15 vegan, zu einer Zeit, in der es noch keine „veganen Chicken Nuggets“ in jedem Supermarkt gab. Früher hatte er sich nichts sehnlicher gewünscht, als einen Freund, der auch vegan ist. Heute hat er eine Gemeinschaft mit dem gleichen Mindset: sein Team. Mit seinen Mitstreitern hat er schon mehrere Aktionen auf die Beine gestellt: Der Veganstart im Juni, Zoos abschaffen im August, Hundemilch im September sowie Tiere raus aus dem Zirkus und vegane Festtage im Dezember. Sehr spannend war auch eine Demo
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Aktivismus
Anonymous for the Voiceless
„Die meisten Leute reagieren erschrocken – wie normale Menschen, die Empathie haben.“ Man findet Stefan, 19 Jahre alt und Mathestudent an der Uni Augsburg, am Abend meist in einer Fußgängerzone. Einmal die Woche in Ulm, Ingolstadt und Augsburg, zweimal die Woche in München. Dort spricht Stefan für die „Anonymous for the Voiceless“ Passanten an, während einer aus der Gruppe mit Guy-Fawkes-Maske einen „Cube“ hält, einen Bildschirm auf der Brust, manchmal noch am Rücken, auf dem der Film „Dominion“ läuft – schwer erträgliche Szenen der alltäglichen Tierqual in Schlachthäusern und Ställen hinter der Fassade unseres Alltags. Die Gruppe versucht, Empathie für die Tiere zu wecken, und fordert die Passanten auf, künftig vegan zu leben. In Ulm trifft man sie seit Juli 2025 jeden Donnerstag von 17 bis 20 Uhr in der Fußgängerzone zwischen Münster und Bahnhof. Das lose verbundene Netzwerk hilft dabei, sich nicht allein zu fühlen und gute Argumentations-Strategien zu finden. So oft die fürchterlichen Videos auf den Cubes zu sehen, schlägt Stefan manchmal aufs Gemüt – aber laut für die Tiere zu werden gibt ihm Sinnhaftigkeit und Resilienz. Mitmachen? Kommt vorbei oder vernetzt euch auf Instagram: @av.ulm „Viele Leute erkennen den Widerspruch, Tiere zu respektieren, sie aber dann eine Ecke weiter auszubeuten.”
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Tiere in der Region
Exoten im Donaumoos
Der menschliche Hunger auf Tierisches ist so gewaltig, dass ihn das Vieh, das hier heimisch ist, kaum ganz befriedigen kann. Daher vergreift man sich auch an Exotischem, beispielsweise in Leipheim am König der Vögel – dem Strauss. 1993 erhielt ein Hof im Donaumoos zwei Afrikanische Straussenzuchtpaare, woraus mit dem Straussen Eiland eine der größten und langlebigsten Straussenfarmen Deutschlands wurde. Wiewohl die Tiere besser leben dürften als Hühner oder Schweine, geht ihre Ausbeutung, wie die Tierschutzorganisation PETA anprangert, ebenfalls mit „Tierleid und Qual” einher. Das Gehege im feuchtkalten Donaumoos dürfte kaum ein artgerechtes Revier abgeben für die lauffreudigen, ans trocken-heiße afrikanische Klima gewohnten Wildvögel. Vor allem aber dürften nur die 30 Zuchtstraussen im Eiland ein einigermaßen langes Leben führen; den 400–500 Küken und Jungstraußen, die auf der Farm leben, gönnt man dagegen nur einen Bruchteil ihrer maximal 50 Lebensjahre. Sie werden getötet, sobald sie ihr Schlachtgewicht erreicht haben, was üblicherweise nach 15–18 Monaten soweit ist. Die Vegionale hat das Straussen-Eiland hartnäckig um ein Interview gebeten, ist aber letztlich trotz freundlichem Kontakt gescheitert. Daher können wir nur begründet vermuten.
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Tiere in der Region
Angelseen an der Donau
Kaum etwas prägt die Region so stark wie der Bau der Autobahnen. Aber nicht, weil ihre Betonspuren graugerade durch die Landschaft schneiden, sondern weil man für ihren Bau unzählige Kiesgruben an der Donau ausgehoben hat. Aus diesen entstand zwischen Ulm und Leipheim ein in Süddeutschland seltenes Paradies aus Baggerseen – zur Freude von Wasserratten und Anglern, die aus ganz Süddeutschland anreisen, aus Stuttgart, München, Füssen. An sonnigen Tagen kaufen mehr als 100 Personen im Angelcenter Elchingen Tageskarten für einen der mehr als 20 Seen, die der Laden betreut. Es gibt aber noch viele weitere, allein 33 Gewässer des Ulmer Angelvereins. Gefischt werden vorwiegend Hecht und Karpfen, aber auch Giebel, Zander, Schleie, Brachse und andere. Dass die Fische es nicht eben toll finden, so gewaltsam aus dem Leben gerissen zu werden, versteht sich von selbst. Aber immerhin durften sie, im Gegensatz zu Schweinen, bis dahin in Freiheit leben. Und anders als die Meeresfischer rotten die Angelvereine die Fischarten nicht aus, sondern sorgen dafür, dass die Bestände in den Seen stabil bleiben.
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Tiere in der Region
Die zwei Reisen im Leben eines Schweins
Mitten durch die Region zieht sich ein Netzwerk, das aus Tierleid Lebensmittel macht. An jedem Tag, im Sommer wie im Winter, „produzieren” Muttersauen in Ställen der Region Ferkel, in einer so engen Bucht, dass sie sich nicht mal wälzen können. Nach einem Monat entreisst man der Sau die Ferkel, damit diese ihre erste Reise antreten: nach Ehingen, wo beim Ferkel-Vermarkter Schleker je Woche rund 5.000 Ferkel umgeschlagen werden. Wie bei einem Schulausflug kreuzen sich hier die Wege der Klassen. In ihrer neuen Heimat mästet der Landwirt die Ferkel so schnell es geht, da jeder Tag Kosten verursacht. Nach etwa einem halben Jahr in dunklen, engen Ställen – ein Schwein hat etwa einen Quadratmeter Lebensraum – sind die Tiere, im Prinzip noch Kinder, aber oft schon krank von Enge, Langeweile und dem Ammoniak der eigenen Absonderungen, schwer genug, um ihre zweite Reise anzutreten, die auch ihre letzte wird – in den Ulmer Schlachthof im Donautal. Dieser tötet im Jahr über 1,5 Millionen Schweine. Jeden Tag kommen rund 5.000 Schweine mit einem Transporter an. Sie werden durch metallene Gänge getrieben, mit CO2 erstickt, und auf der Rückseite in toten Teilen wieder verladen.
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Tiere in der Region
Winterschlaf in den Höhlen auf der Alb
Sie heißen „großer Abendsegler” oder „braunes Langohr”. In Deutschland gibt es 24 Fledermausarten, die allesamt als gefährdet gelten. Ein Grund liegt darin, dass die Insektizide der Landwirtschaft den Insektenbestand, von dem sich Fledermäuse ernähren, drastisch reduziert haben. Ein anderer liegt in der zunehmenden Ordnung der Welt, in der morsche Bäume und verfallene Häuser rasch aufgeräumt werden, wodurch die Fledermäusen sichere Unterkünfte verlieren. Zu allem Übel erreichen die Tiere ein für ihre Körpergröße biblisches Alter von mehr als 20 Jahren und zeugen nur ein bis zwei Jungtiere im Jahr. Dadurch baut sich der demolierte Bestand nur sehr langsam wieder auf. Umso wichtiger ist es, die aktuelle Population zu schützen. Dies gehört auch zu den Aufgaben des Blaubeurener Höhlenvereins, in dessen Höhlen sich viele Fledermäuse zum Überwintern zurückziehen. Sie bilden große Kolonien mit mitunter tausend Tieren, die ihre Körpertemperatur auf etwa vier Grad senken. Wenn sie aus dem Winterschlaf erwachen, benötigen sie so viel Energie, dass es ihr Leben kosten kann. Daher schließt der Verein die Höhlen in der Winterzeit und betritt sie nur auf leisen Pfoten, um den Bestand zu zählen.
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Tiere in der Region
Tauben in der Stadt
Stadttauben zeigen, wie sich die Beziehung zwischen Mensch und Tier zum Besseren verändern kann. Früher hielt man sie in engen Schlägen auf dem Speicher, um ihre Eier und ihr Fleisch zu essen. Heute brüten sie frei und bevölkern gurrend, fliegend und pickend unsere Innenstädte. Wie viele Tauben konkret in Ulm und Neu-Ulm leben, hat natürlich niemand gezählt. Man sagt aber, dass auf drei Einwohner einer Großstadt pi mal Daumen eine Taube kommt, womit wir bei etwa 40.000 Tauben in Ulm und 20.000 in Neu-Ulm wären. Das enge Zusammenleben mit dem Menschen schafft immer wieder Reibungspunkte. Einerseits leiden die Tiere an der völlig falschen Fütterung durch Menschen, etwa mit Pommes oder Kebab, andererseits – und damit eng verbunden – verunreinigen sie die Innenstadt mit ihrem unnatürlich flüssigen Kot, was wiederum die Pommes- und Kebabläden stört. Beidem wirkt die Stadt seit dem letzten Jahr entgegen, indem sie Taubenschläge aufstellt – womit sie nicht nur die Innenstadt sauberer macht, sondern auch der Fürsorgepflicht des Menschen für Geschöpfe nachkommt, die er sich geschaffen hat.
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Tiere in der Region
Tierversuche made in Ulm
Das Tierforschungszentrum (TFZ) an der Uniklinik Ulm gehört zu den Zentren der Tierversuche in Süddeutschland. Der Schwerpunkt liegt auf der Traumaforschung, einem in der Sache gewalttätigen Interesse. Laut den eigenen Angaben verbrauchte das TFZ im Jahr 2024 19.213 Mäuse, 7.498 Zebrafische, 782 Ratten, 207 Hamster, 54 Krallenfrösche, 19 Schweine und 2 Kaninchen, also 27.775 Tiere, um zu erforschen, wie diese auf Verletzungen durch äußere Gewalteinwirkung reagieren. Dafür erhielt es 2018 sogar einen Preis, „Herz aus Stein”, verliehen von den Ärzten gegen Tierversuche für die schlimmsten Tierversuche. Dass Tierversuche unangenehme ethische Fragen mit sich bringen, bestreitet kaum jemand. Während aber die Ärzte gegen Tierversuche meinen, dass sie für die menschliche Medizin nutzlos und vollständig ersetzbar sind, hält die Uni sie für „komplexe Fragestellungen” wie die Traumaforschung sowie „richtungsweisende Entdeckungen” noch für alternativlos. Allerdings erprobt in Ulm das 3R-Zentrum Ersatzmethoden, etwa Pankreas-Organoide sowie Computersimulationen, um Tierversuche zu reduzieren, und macht die Versuche weniger qualvoll. Vielleicht wird die Forschung einmal ohne Tierleid auskommen – noch scheint dies aber in weiter Ferne zu liegen.
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Gastronomie
„Mein Lieblingsessen ist immer noch der Zwiebelrostbraten mit Kässpätzle“
Ohne Tod kein Fleisch
Man sieht Hartmut Distel nicht eben an der Nase an, dass er ein veganer Ernährungsberater ist. Zumindest entspricht der 56-Jährige nicht dem Klischee, dass Veganer nur Möhren und Tofu essen und dauernd Yoga üben. Distel, der auch Serviceleiter der Virtschaft ist, Ulms veganem Restaurant, stellt sich unverkrampft als „Hardy” vor. Er wurde vor acht Jahren vegan, nachdem er einen Herzinfarkt erlitten hatte. Weil er dem Tod von der Schippe gesprungen war, reflektierte er vieles, darunter das ethische Problem, dass Tiere leiden, Gewalt erfahren oder sterben müssen, damit er seinen geliebten Zwiebelrostbraten nach Allgäuer Art mit Kässpätzle essen kann. „Ich habe mir lange eingeredet, dass es ok ist, wenn ich mein Fleisch beim Metzger kaufe. Aber das ist es nicht. Je mehr ich mich informierte, umso klarer wurde mir, dass es kein Fleisch, keine Milch und keine Eier ohne Gewalt, Tod und Ausbeutung gibt,” erzählt Hardy. Mit der Entscheidung, fortan vegan zu leben, verlor er aber nicht seine Liebe zu Rostbraten und Spätzle. So einfach läuft es nicht. Also recherchierte und experimentierte er. Spätzle kann man etwa mit weniger Wasser herstellen, so dass sie auch ohne Ei fest werden, alternativ verwendet Hardy gerne Johannisbrotmehl oder eben den Eiersatz, den man im Supermarkt kaufen kann. Das Original womöglich übertroffen Auch auf seinen geliebten Cappuccino mit Milchschaum muss er nich
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Gastronomie
Die vegane Speisekarte
Wenn Veganer essen gehen, sparen sie Zeit bei der Auswahl. Schließlich gibt es meistens eh nur ein oder zwei Gerichte. Die Vegane Speisekarte macht’s noch einfacher: Sie bringt die veganen Optionen von 20 Restaurants in der Region auf eine einzige Karte.
Wenn Veganer essen gehen, sparen sie Zeit bei der Auswahl. Schließlich gibt es meistens eh nur ein oder zwei Gerichte. Die Vegane Speisekarte macht’s noch einfacher: Sie bringt die veganen Optionen von 20 Restaurants in der Region auf eine einzige Karte. Gasthof zur Münz (Günzburg) – Gemischter Salat; Pommes Zebrano (Günzburg) – Pommes; Nudeln mit Tomatensoße; Veganer Burger Gaststätte Zur Post (Leipheim) – Gemischter Salat; Gegebenenfalls Wochengerichte Gasthaus zur Linde (Günzburg) – Gemischter Salat; Allgäuer Krautkrapfen Pfannkuchenhaus (Ulm) – Gemischter Salat; Pommes Klosterbräustuben (Obereichingen) – Gemischter Salat; Pommes; Gefüllte Paprikaschoten; Krautkrapfen Barfüßer (Weißenhorn) – Beilagensalat; Falafel Bowl; Pommes Anno 1460 (Weißenhorn) – Gemischter Vorspeisensalat & Cherrytomaten; Orientalisch gefüllte rote Paprika; In Maismehl gebackenes Gemüse; Asiatische Gemüsepfanne; Süßkartoffel-Pommes Restaurant Posthorn (Neu-Ulm) – Grillgemüse (Ohne Parmesan bestellen) Taverne zum Griechen (Neu-Ulm) – Fava mit Kapern; Gegrillte Artischockenherzen; Oliven und Peperoni; Knoblauchbrot; Rosmarinkartoffeln Meteora (Senden) – Vorspeisen (Riesenbohnen, Oliven, Fladenbrot, Knoblauchbrot, gegrillte Paprika); Bohnensuppe; Kartoffelscheiben; Beilagensalat Oberland (Illertissen) – Geröstetes Weißbrot; Gegrillte Peperoni; Gemischter Salat Carina’s ur’Schlössle (Unterknöringen) –
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Gastronomie
Ausgehen: Top oder Flop?
Eigentlich ist es ganz einfach, sich vegan zu ernähren: Man lässt Fleisch, Milchprodukte und Eier weg – übrig bleibt genug. Schwieriger wird es beim Essengehen, wo Veganer oft wenig Auswahl haben, während zuhause Ersatzprodukte nicht selten für Streit sorgen. Essen ist eben wichtig – und deshalb nie ganz einfach.
Lohnt sich – ganz und gar vegan! VeggyGo Marienstraße 7, Neu-Ulm Das VeggyGo bringt belgische Imbiss-Vibes nach Neu-Ulm, nur eben vegan. Die Burger fett und saftig, der vegane Käse verblüffend authentisch. Die Pommes sind zwar nicht original belgisch, aber mit den ganzen Saucen trotzdem mega. Zwischen Donaucenter und Herdbrücke findet man die bisher einzige Filiale des Neu-Ulmer Franchise. Es gibt zwar auch Falafel, Cigköfte und Bowls, aber tendenziell geht man eher für die besten veganen Burger aller Zeiten hin. Virtschaft Auf dem Kreuz 37, Ulm Die Virtschaft wartet mit einer gutbürgerlichen, aber veganen Küche in der Ulmer Innenstadt auf. In gediegenem Ambiente gibt es hier schwäbische Leckereien wie Kässpätzle, Zwiebelrostbraten oder Linsen mit Saitenwürstle, dazu Originelles wie Brezenknödel, Wildkräutersalat oder Rote-Beete-Bällchen und als Nachtisch Kaiserschmarrn, Marillenknödel oder Apfelstrudel. Ganz günstig ist es nicht – aber wo sonst können Veganer so zünftig schwäbisch schmausen? Cigköftem Insel 7, Neu-Ulm / Albert-Einstein-Platz 3/12, Ulm Den veganen türkischen Cigköftem-Imbiss gibt es sowohl in Neu-Ulm nahe der Donaubrücke als auch in Ulm unter dem Bahnhof. Der Imbiss bietet den namensgebenden Cigköfte – in Scheiben gepresster Bulgur – sowie Weizenbällchen und Falafel, entweder im Wrap mit Gemüse oder als Teller, Salat oder Box. Abgesehen davon, dass es hier nur
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Tiere in der Region
Auf den Dächern Langenaus
Langenau, etwas nordöstlich von Ulm gelegen, ist eine der süddeutschen Storchen-Hochburgen. Die Einwohner lieben die geflügelten Gäste – aber es gibt auch Reibungen.
Störche sind schwer zu übersehen. Wenn sie ihre Flügel ausbreiten, werfen sie einen weiten Schatten auf die Straßen, und was sie auf die Dächer bauen, sind keine Nester, sondern hölzerne Festungen, die bis zu einer Tonne wiegen können. Diese Auffälligkeit verdeckt, wie selten Störche eigentlich sind. Seit den 80ern hat sich der Bestand von 2.500 auf 7.500 Brutpaare in Deutschland erholt. Das klingt viel, ist aber verglichen mit 85 Millionen Menschen oder 400.000 Krähen-Brutpaaren verschwindend wenig. Der Bestand hat sich stabilisiert, erklärt der Langenauer Storchenbetreuer Jörg Müller, doch bedroht sind die Großvögel weiterhin. In Langenau, einer der Storchen-Hochburgen Süddeutschlands, gibt es rund 40 Nester, in denen im Sommer gut 200 Störche wohnen. Ab März klappert und flattert es auf den Dächern, und staunende Besucher erblicken auf fast jedem ein Nest. Auf manchen, wie dem der Bäckerei Staib, leben sogar drei Familien in harmonischer Nachbarschaft nebeneinander. Ideales Umfeld für Störche Die meisten Langenauer lieben ihre Störche. Aber nicht immer leben Mensch und Tier reibungsfrei zusammen. Wenn die Nester die Schornsteine verstopfen, darf man sie nur mit Genehmigung und nach der Brutzeit entfernen; und wenn die Jungvögel ihre Bürzel über den Nestrand heben, fließt der Kot sturzbachartig das Dach hinab. Das schadet den Ziegeln nicht, sagt Müller, sondern pflegt sie sog