Medizin
-
Tiere in der Region
Tierversuche made in Ulm
Das Tierforschungszentrum (TFZ) an der Universität Ulm gehört zu den Zentren der Tierversuche in Süddeutschland. Es wurde mit der Universität 1967 gegründet und dient als Anlaufstelle für alle Forscher, die mit Tierversuchen arbeiten. Ein Schwerpunkt der universitären Forschung liegt dabei auf der Traumaforschung, einem in der Sache gewalttätigen Interesse, ein weiterer auf der Leukämie-Therapie. Das TFZ versteht sich, so heißt es, auch als Wahrer des Tierschutzes. Es sorgt dafür, dass die Versuchstiere tiergerecht gehalten und betreut werden. Die rund 58 Mitarbeiter, darunter Tierpfleger und Tierärzte, beraten und kontrollieren die Forschenden bei der Durchführung von Tierversuchen. Diese enden freilich fast immer mit dem Tod der Tiere. Im Jahr 2024 verbrauchten Wissenschaftler im TFZ 19.213 Mäuse, 7.498 Zebrafische, 782 Ratten, 207 Hamster, 54 Krallenfrösche, 19 Schweine und 2 Kaninchen, also 27.775 Tiere - unter anderem, um zu erforschen, wie diese auf Verletzungen durch äußere Gewalteinwirkung reagieren. Die Ärzte gegen Tierversuche haben die Uni Ulm für ihre Versuche zweimal einen Preis verliehen. 2018 das „Herz aus Stein” für einen Versuch, der nach der Organisation besonders grausam und absurd gewesen sei: Man hatte Mäusen über Wochen dem Rauch von Zigaretten ausgesetzt. Anschließend hatte man ihnen, so die Ärzte gegen Tierversuche, mit einem heftigen Luftstoß gegen den