Ulm
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Tiere in der Region
Fledermäuse in Höhlen auf der Alb
Es gibt in Deutschland mehr als zwei Dutzend Fledermausarten, die fast allesamt bedroht sind. Viele überwintern in Höhlen auf der Alb - und werden dort auch vom Blaubeurener Höhlenverein geschützt. Sie heißen „großer Abendsegler” oder „braunes Langohr”. In Deutschland gibt es 25 Fledermausarten, von denen 23 als gefährdet gelten. Nur zwei von ihnen stehen nicht auf der roten Liste. Die Bestände an Fledermäuse sind in den letzten 50 Jahren dramatisch zurückgegangen. Die Ursachen sind dieselben wie bei vielen anderen Problemen, erklärt der NABU: "Unsere Fledermäuse ernähren sich grundsätzlich von Insekten. Doch seit einiger Zeit beobachten wir einen alarmierenden Rückgang unter ihnen, dessen Umfang noch keiner genau kennt". Eine Studie in Nordrhein-Westfalen zeigte, dass die Gesamtbiomasse der Insekten in nur 15 Jahren um schockierende 80 Prozent geschrumpft ist. So wie vielen Vogelarten geht Fledermäusen die Nahrung aus. Ein wesentlicher Grund liegt in den Insektiziden, auf die die moderne Landwirtschaft angewiesen ist. Besonders drastisch war die Wirkung von DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan), welches nicht nur in der Landwirtschaft eingesetzt wurde, sondern auch als Holzschutzmittel in Dachstühlen, wo viele Fledermäuse schliefen. Über die verspeisten Insekten reicherten sich die fettlöslichen Toxine in Fledermäusen an. In Zeiten großen Energieverbrauchs, etwa beim Aufwachen au
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Tiere in der Region
Tauben in der Stadt Ulm
Stadttauben zeigen, wie sich die Beziehung zwischen Mensch und Tier zum Besseren verändern kann. Früher hielt man sie in engen Schlägen auf dem Speicher, um ihre Eier und ihr Fleisch zu essen. Heute brüten sie frei und bevölkern gurrend, fliegend und pickend unsere Innenstädte. Stadttauben stammen nicht, wie man manchmal meint, von den hier beheimateten Ringeltauben ab, sondern von Felsentauben. Man kann das an ihren etwas mitleiderregenden Versuchen erkennen, Nester zu bauen. Sie sind es gewohnt, in Felsvorsprüngen zu nisten, weshalb wenige Zweige ausreichen. In Mauernischen, wie etwa in Ulm zwischen Xinedom und Deutschhaus, gelingt dies auch gut; auf Bäumen und anderen Punkten wirkt es eher traurig. Die Tauben wurden auch nicht als fliegender Briefträger domestiziert, sondern als Nahrungsmittel, vor allem für die arme Stadtbevölkerung. Sie sind darauf gezüchtet, rasch Fleisch anzusetzen und viele Eier zu legen. Sie brüten bis zu neun Mal im Jahr, unabhängig vom Nahrungsangebot. Für viele Tauben wurde der zweite Weltkrieg schließlich zum Befreiungsschlag. Als die britischen Bomben rund 80 Prozent von Ulm zerstörten, entkamen viele von ihnen. Wie viele Tauben konkret in Ulm und Neu-Ulm leben, hat natürlich niemand gezählt. Man sagt aber, dass auf drei Einwohner einer Großstadt pi mal Daumen eine Taube kommt, womit wir bei etwa 40.000 Tauben in Ulm und 20.000 in Neu-Ulm wären. D
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Tiere in der Region
Tierversuche made in Ulm
Das Tierforschungszentrum (TFZ) an der Universität Ulm gehört zu den Zentren der Tierversuche in Süddeutschland. Es wurde mit der Universität 1967 gegründet und dient als Anlaufstelle für alle Forscher, die mit Tierversuchen arbeiten. Ein Schwerpunkt der universitären Forschung liegt dabei auf der Traumaforschung, einem in der Sache gewalttätigen Interesse, ein weiterer auf der Leukämie-Therapie. Das TFZ versteht sich, so heißt es, auch als Wahrer des Tierschutzes. Es sorgt dafür, dass die Versuchstiere tiergerecht gehalten und betreut werden. Die rund 58 Mitarbeiter, darunter Tierpfleger und Tierärzte, beraten und kontrollieren die Forschenden bei der Durchführung von Tierversuchen. Diese enden freilich fast immer mit dem Tod der Tiere. Im Jahr 2024 verbrauchten Wissenschaftler im TFZ 19.213 Mäuse, 7.498 Zebrafische, 782 Ratten, 207 Hamster, 54 Krallenfrösche, 19 Schweine und 2 Kaninchen, also 27.775 Tiere - unter anderem, um zu erforschen, wie diese auf Verletzungen durch äußere Gewalteinwirkung reagieren. Die Ärzte gegen Tierversuche haben die Uni Ulm für ihre Versuche zweimal einen Preis verliehen. 2018 das „Herz aus Stein” für einen Versuch, der nach der Organisation besonders grausam und absurd gewesen sei: Man hatte Mäusen über Wochen dem Rauch von Zigaretten ausgesetzt. Anschließend hatte man ihnen, so die Ärzte gegen Tierversuche, mit einem heftigen Luftstoß gegen den