Tierschutz, Ernährung und Gesundheit in Ulm, Neu-Ulm und Günzburg

Titelthema

Fledermäuse in Höhlen auf der Alb

Es gibt in Deutschland mehr als zwei Dutzend Fledermausarten, die fast allesamt bedroht sind. Viele überwintern in Höhlen auf der Alb - und werden dort auch vom Blaubeurener Höhlenverein geschützt. 

 ·  Regionales Tiere in der Region  ·  10. March 2026  ·  Aus Ausgabe 1/2026, S. 33

Ein Großes Mausohr (Myotis myotis) – die Art überwintert in Höhlen der Schwäbischen Alb
Ein Großes Mausohr (Myotis myotis) – die Art überwintert in Höhlen der Schwäbischen Alb. Foto: MissMhisi, CC BY-SA 4.0

Sie heißen „großer Abendsegler” oder „braunes Langohr”. In Deutschland gibt es 25 Fledermausarten, von denen 23 als gefährdet gelten. Nur zwei von ihnen stehen nicht auf der roten Liste.

Die Bestände an Fledermäuse sind in den letzten 50 Jahren dramatisch zurückgegangen. Die Ursachen sind dieselben wie bei vielen anderen Problemen, erklärt der NABU: “Unsere Fledermäuse ernähren sich grundsätzlich von Insekten. Doch seit einiger Zeit beobachten wir einen alarmierenden Rückgang unter ihnen, dessen Umfang noch keiner genau kennt”. Eine Studie in Nordrhein-Westfalen zeigte, dass die Gesamtbiomasse der Insekten in nur 15 Jahren um schockierende 80 Prozent geschrumpft ist. So wie vielen Vogelarten geht Fledermäusen die Nahrung aus.

Ein wesentlicher Grund liegt in den Insektiziden, auf die die moderne Landwirtschaft angewiesen ist. Besonders drastisch war die Wirkung von DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan), welches nicht nur in der Landwirtschaft eingesetzt wurde, sondern auch als Holzschutzmittel in Dachstühlen, wo viele Fledermäuse schliefen. Über die verspeisten Insekten reicherten sich die fettlöslichen Toxine in Fledermäusen an. In Zeiten großen Energieverbrauchs, etwa beim Aufwachen aus dem Winterschlaf, werden sie wieder freigesetzt und können zum Tod führen.

DDT wurde zwar 1972 verboten, nicht aber Insektizide an sich. Diese schützen weiterhin die Ernte der Landwirte, indem sie Insektenpopulationen flächendeckend vernichten oder reduzieren.

Ein weiterer Grund für die Bedrohung der Fledermäuse liegt in der zunehmenden Ordnung der Welt, in der morsche Bäume und verfallene Häuser rasch aufgeräumt werden, wodurch die Fledermäusen sichere Unterkünfte verlieren. Auch Windräder töten im Jahr schätzungsweise 250.000 Fledermäuse, sowohl durch direkte Kollision als auch das Barotraume, das die Druckveränderungen an den Rotorblättern verursachen.

Zu allem Übel erreichen die Tiere ein für ihre Körpergröße biblisches Alter von mehr als 20 Jahren. Die Faustregel, dass kleine Tiere schnell leben und jung sterben greift bei Fledermäusen nicht. Während normale Mäuse mit vier Jahren sterben und sich mit der r-Strategie vermehren – viel Nachwuchs, bis zu 100 je Jahr, von denen es nur wenige schaffen – arbeiten Fledermäuse mit der K-Strategie: wenig Nachwuchs, nur etwa eines im Jahr, das aber gut geschützt wird. Dadurch baut sich der demolierte Bestand nur sehr langsam wieder auf.

Umso wichtiger ist es, die aktuelle Population zu schützen. Dies gehört auch zu den Aufgaben des Blaubeurener Höhlenvereins, in dessen Höhlen sich viele Fledermäuse zum Überwintern zurückziehen. Mit ihren gut 2.600 Höhlen ist die Schwäbische Alb das höhlenreichste Gebiet Deutschlands und damit ein enorm wichtiger Rückszugsraum für Fledermäuse. In der Sontheimer Höhle beispielsweise wurden 13 verschiedene Fledermäuse nachgewiesen, mehr als 1.000 Exemplare halten dort Winterschlaf. Aber auch in fast allen anderen Höhlen der Alb lassen sich die Tiere beobachten.

Im Winterschlaf bilden Fledermäuse große Kolonien mit mitunter tausend Tieren, die ihre Körpertemperatur auf etwa vier Grad senken. Wenn sie aus dem Winterschlaf erwachen, benötigen sie so viel Energie, dass es ihr Leben kosten kann. Daher schließt der Verein die Höhlen in der Winterzeit und betritt sie nur auf leisen Pfoten, um den Bestand zu zählen.

Auch der NABU Schleklingen betreut seit 1993 zwei Fledermaus-Winterquartiere im nahen Blaubeuren-Gerhausen, wo Langohr-, Wasser-, Breitflügel- und Zwergfledermaus sowie das Große Mausohr überwintern.

Für den übergeordneten Schutz ist in Baden-Württemberg die Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz Baden-Württemberg e.V. (AGF BW) zuständig – eine anerkannte Naturschutzvereinigung mit knapp 600 ehrenamtlichen Mitgliedern, die seit 2017 offiziell bei Planfeststellungsverfahren und Naturschutzverordnungen mitwirken darf. Die Vorsitzende Ingrid Kaipf sitzt in Tübingen, wo auch das „Flederhaus” – eine Anlaufstelle für verletzte und kranke Fledermäuse – zu erreichen ist. Die ehrenamtlichen Mitarbeitenden kümmern sich dort jährlich um mehr als 100 kranke oder verletzte Tiere.

Titelthema

Tierversuche made in Ulm

Das Tierforschungszentrum (TFZ) an der Uniklinik Ulm gehört zu den Zentren der Tierversuche in Süddeutschland. Der Schwerpunkt liegt auf der Traumaforschung, einem in der Sache gewalttätigen Interesse. Laut den eigenen …

 ·  Regionales Tiere in der Region  ·  10. March 2026  ·  Aus Ausgabe 1/2026, S. 33

Eine Labormaus
Eine Labormaus. Foto: Rama, CC BY-SA 2.0 FR

Das Tierforschungszentrum (TFZ) an der Universität Ulm gehört zu den Zentren der Tierversuche in Süddeutschland. Es wurde mit der Universität 1967 gegründet und dient als Anlaufstelle für alle Forscher, die mit Tierversuchen arbeiten. Ein Schwerpunkt der universitären Forschung liegt dabei auf der Traumaforschung, einem in der Sache gewalttätigen Interesse, ein weiterer auf der Leukämie-Therapie.

Das TFZ versteht sich, so heißt es, auch als Wahrer des Tierschutzes. Es sorgt dafür, dass die Versuchstiere tiergerecht gehalten und betreut werden. Die rund 58 Mitarbeiter, darunter Tierpfleger und Tierärzte, beraten und kontrollieren die Forschenden bei der Durchführung von Tierversuchen. Diese enden freilich fast immer mit dem Tod der Tiere. Im Jahr 2024 verbrauchten Wissenschaftler im TFZ 19.213 Mäuse, 7.498 Zebrafische, 782 Ratten, 207 Hamster, 54 Krallenfrösche, 19 Schweine und 2 Kaninchen, also 27.775 Tiere – unter anderem, um zu erforschen, wie diese auf Verletzungen durch äußere Gewalteinwirkung reagieren.

Die Ärzte gegen Tierversuche haben die Uni Ulm für ihre Versuche zweimal einen Preis verliehen. 2018 das „Herz aus Stein” für einen Versuch, der nach der Organisation besonders grausam und absurd gewesen sei: Man hatte Mäusen über Wochen dem Rauch von Zigaretten ausgesetzt. Anschließend hatte man ihnen, so die Ärzte gegen Tierversuche, mit einem heftigen Luftstoß gegen den Brustkorb die Lunge gequetscht, über einen Schnitt in die Luftröhre einen Beatmungsschlauch eingesetzt und den Tieren Blut abgesaugt und mit Medikamenten versetzt wieder eingeleitet. Ziel war es, herauszufinden, wie eine chronische Lungenerkrankung auf das Risiko einwirkt, bei einem Verkehrsunfall ein Lungenversagen zu erleiden.

Dass Tierversuche unangenehme ethische Fragen mit sich bringen, bestreitet kaum jemand. Während aber die Ärzte gegen Tierversuche meinen, dass sie für die menschliche Medizin nutzlos und vollständig ersetzbar sind – sie seien “grausam” und oft “absurd” – hält die Uni sie für „komplexe Fragestellungen” wie die Traumaforschung sowie „richtungsweisende Entdeckungen” noch für alternativlos. Dementsprechend hatte sich die Uni geweigert, den Preis anzunehmen. Die entsprechenden Versuche seien nicht absurd, sondern helfen, Leben zu retten.

Ähnlich verläuft die Debatte beim zweiten Negativpreis, dem zweiten Platz des “Goldenen Holzwegs“, den die Ärzte gegen Tierversuche für das vergangene Jahr verliehen haben. Dabei hat man Zebrafischen “ein Stück vom Herz abgeschnitten oder mit einem -196 Grad kalten Draht kleine Stücke davon zerstört”, erklärt Gaby Neumann der Organisation. Die Zebrafische wurden danach unterschiedlich gefüttert oder mit Hitze gequält, um zu sehen, wie die Verletzung regeneriert. “Man hofft damit, Anti-Aging-Strategien für Menschen zu entwickeln, was aber Quatsch ist. Zebrafische und Menschen haben sich in der Evolution schon vor Millionen von Jahren getrennt. Völlig absurd, zu denken, man könne das übertragen.”

Die Uni hingegen rühmt sich, mit dem Versuch ein “Modell für Anti-Aging-Prozesse” des Herzens aufgedeckt zu haben. Denn man habe ein Signalprotein entdeckt, das den Zebrafischen hilft, Gewebeschäden am Herzen viel besser zu beheben als der Mensch. Jedem Tierversuch, so die Uni, gehe eine ethische Abwägung zwischen Tierleid und medizinischem Fortschritt bevor. Erst dann, wenn es keine Alternative dazu gebe, ziehe man sie in Betracht; genehmigt werden sie vom Regierungspräsidium Tübingen, wo eine Kommission die ethische Vertretbarkeit prüft.

Ein besonders heikles Problem der Tierversuche ist das der überschüssigen Versuchstiere. Längst nicht alle Tiere kommen auch in Versuchen zum Einsatz, mal haben sie das falsche Geschlecht, mal die falschen Gene, mal wurde einfach schlecht geplant. Die Uni Ulm reagiert darauf mit einer “verbindlichen Kaskadenregel”, so die Pressestelle: Erstens soll eine sorgfältige und bedarfsorientierte Zuchtplanung Überschüsse von vornherein vermeiden. Zweitens prüft die Uni, ob überschüssige Tiere in anderen Forschungsprojekten genutzt oder an private Halter vermittelt werden können. Drittens wird eine Tötung überschüssiger Tiere erst als legitim betrachtet, wenn Haltungs- oder Personalressourcen erschöpft sind.

Doch trotz all dieser Regulierungen bleiben Tierversuche fürchterlich. Daher versucht auch die Uni Ulm, sie zu reduzieren, indem sie mit dem integrative 3R-Zentrum (i3RC) Ersatzmethoden erprobt. Dieses wurde erst Anfang 2025 gegründet – gleichzeitig mit zwei weiteren neuen 3R-Zentren in Baden-Württemberg, am Karlsruher Institut für Technologie und an der Hochschule Furtwangen – und offiziell im November in Betrieb genommen. Als Teil des landesweiten 3R-Zentrums Baden-Württemberg wird es vom Stuttgarter Wissenschaftsministeriums mit rund 150.000 Euro gefördert. Das i3RC bündelt mehrere Institutionen der Uni. Es soll Tierversuche gleichermaßen verfeinern wie ersetzen, also die Anzahl der verbrauchten Tiere wie auch deren Leid zu reduzieren.

Ein spannendes Feld dieser Methoden ist die Forschung mit Organoiden: dreidimensionale Zellkultursysteme, die aus menschlichen Stammzellen gezüchtet werden, die man etwa aus Haaren gewinnt. Durch Zugabe spezieller Nährmedien wachsen aus ihnen wenige Millimeter große Organe, etwa Leber, Gehirn, Niere oder Haut. Sie haben gegenüber Tierversuchen zwei bestechende Vorteile: Sie sind beliebig vermehrbar, skalieren Versuche also viel besser, und sie sind genetisch identisch mit menschlichen Zellen, bei Bedarf sogar mit denen einzelner Patienten.

In Ulm betreibt die Core Facility Organoids am Universitätsklinikum eine lebende Biobank mit mehr als 250 Organoidlinien, hauptsächlich aus Tumor- und Pankreasgewebe. Sie beschleunigt dadurch, so die Einrichtung selbst, „Erkenntnisse in der Krebsbiologie und Präzisionsmedizin”. Im Februar 2026 gelang es Ulmer Forschenden, mithilfe von Pankreas-Organoiden zu zeigen, dass das Onkogen KRAS – der Haupttreiber von Bauchspeicheldrüsenkrebs – die Umgebung des künftigen Tumors schon vorbereitet, noch bevor ein Karzinom erkennbar ist. Diese Erkenntnis verspricht neue Möglichkeiten zur Prävention und gezielten Intervention bei einer Krebsart, die wegen später Diagnose eine der tödlichsten überhaupt ist.

Neben Organoiden erprobt man in im Ulmer i3RC auch Computersimulationen und Mikrofluidtechniken. Informationen, wie gut diese funktionieren, liegen der Vegionalen bislang aber nicht vor.

So vielversprechend diese neuen Methoden sind – ein Ausklingen der Tierversuche in Ulm liegt derzeit noch in weiter Ferne.

Titelthema

Tauben in der Stadt Ulm

Stadttauben zeigen, wie sich die Beziehung zwischen Mensch und Tier zum Besseren verändern kann. Früher hielt man sie in engen Schlägen auf dem Speicher, um ihre Eier und ihr Fleisch …

 ·  Regionales Tiere in der Region  ·  10. March 2026  ·  Aus Ausgabe 1/2026, S. 33

Eine Stadttaube
Eine Stadttaube. Foto: B3251, CC BY-SA 4.0

Stadttauben zeigen, wie sich die Beziehung zwischen Mensch und Tier zum Besseren verändern kann. Früher hielt man sie in engen Schlägen auf dem Speicher, um ihre Eier und ihr Fleisch zu essen. Heute brüten sie frei und bevölkern gurrend, fliegend und pickend unsere Innenstädte.

Stadttauben stammen nicht, wie man manchmal meint, von den hier beheimateten Ringeltauben ab, sondern von Felsentauben. Man kann das an ihren etwas mitleiderregenden Versuchen erkennen, Nester zu bauen. Sie sind es gewohnt, in Felsvorsprüngen zu nisten, weshalb wenige Zweige ausreichen. In Mauernischen, wie etwa in Ulm zwischen Xinedom und Deutschhaus, gelingt dies auch gut; auf Bäumen und anderen Punkten wirkt es eher traurig.

Die Tauben wurden auch nicht als fliegender Briefträger domestiziert, sondern als Nahrungsmittel, vor allem für die arme Stadtbevölkerung. Sie sind darauf gezüchtet, rasch Fleisch anzusetzen und viele Eier zu legen. Sie brüten bis zu neun Mal im Jahr, unabhängig vom Nahrungsangebot. Für viele Tauben wurde der zweite Weltkrieg schließlich zum Befreiungsschlag. Als die britischen Bomben rund 80 Prozent von Ulm zerstörten, entkamen viele von ihnen.

Wie viele Tauben konkret in Ulm und Neu-Ulm leben, hat natürlich niemand gezählt. Man sagt aber, dass auf drei Einwohner einer Großstadt pi mal Daumen eine Taube kommt, womit wir bei etwa 40.000 Tauben in Ulm und 20.000 in Neu-Ulm wären. Die Zahlen sind aber äußerst vage, der NABU schätzt die Anzahl der Brutpaare in Deutschland auf 190.000 bis 310.000, andere Quellen gehen von 800.000 bis einer Million aus.

Das große Problem mit den Stadttauben ist aber, dass sie auf der einen Seite ausgesprochen fortpflanzungsfreudig sind – das ist die Folge der Züchtung aufs Eierlegen – und auf der anderen Seite in der Wildnis nicht überlebensfähig sind. Sie haben keine andere Wahl, als sich in ständig steigender Zahl an die menschliche Zivilisation zu klammern. Und das führt, auch in Ulm, zu immer mehr Problemen.

Einerseits leiden die Tiere an der völlig falschen Fütterung durch Menschen – mit Pommes, Brot oder Kebab statt Körnernahrung –, was ihre Verdauung aus dem Gleichgewicht bringt. Andererseits, und damit eng verbunden, verunreinigen sie die Innenstadt mit unnatürlich flüssigem Kot, was wiederum die Pommes- und Kebabläden stört. Die Schäden gehen über Ästhetik weit hinaus. Der Kot enthält Harnsäure und Salpetersäure, die Sand- und Kalkstein, Metalldächer, Fassaden und historische Denkmäler angreifen und zerfressen.

Der Ruf der Tauben als “Ratten der Lüfte” ist dagegen nur bedingt zutreffend. Sie können zwar Krankheitserreger übertragen, etwa die Ornithose, Salmonellen oder Histoplasmose. Aber anders als Erreger, die Ratten übertragen, sind diese für gesunde Menschen kaum gefährlich.

Als Nachfahren von Haustieren sind Stadttauben gesetzlich keine Wildtiere, sondern Fundtiere. Dies gibt ihnen eine ganz andere rechtliche Stellung als etwa Ringeltauben. Die Kommunen sind verpflichtet, sich um ihr Wohlergehen zu sorgen, sie sind, könnte man sagen, ein Teil der menschlichen Zivilisation und genießen auch entsprechende Rechte.

Lange jedoch haben Städte versucht, Tauben zu vertreiben oder zu töten: durch Abschuss, Greifvogeljagd, Netze, Spikes an Simsen, Fütterungsverbote oder sogar Vergiftung. Keiner dieser Ansätze löst das Problem nachhaltig, die Brutfreude der Tauben sorgte dafür, dass der reduzierte Bestand rasch wieder aufgefüllt wurde. Daher geht man heute dazu über, den Bestand mit einer Mischung aus Futterverbote und Taubenschlägen zu kontrollieren. So auch in Ulm.

Hier orientiert man sich am Augsburger Modell, das den Tauben den freien Zu- und Ausgang aus den Schlägen erlaubt. Die AG Stadttauben und die Stadtverwaltung richten gemeinsam Taubenschläge ein: Bauwagen, die zu mobilen Taubenhäusern umgebaut sind. In ihnen finden die Vögel artgerechte Nahrung, was auch deren Verdauung sichtbar verbessert. Außerdem ersetzen die Betreuenden die Eier durch Attrappen, um die Vermehrung zu kontrollieren.

Mittlerweile gibt es merhere Taubenschläge in Ulm. Einen in Böfingen, der bereits gut ankommt, einen im Deutschhaus, der sich gerade etabliert, aber sich erst gegen die attraktive Stadtmauer in der Nähe behaupten muss. Der Taubenschlag am Ehinger Tor musste leider dem Bau einer Fernwärmeleitung weichen, wird aber in die Schubertstraße verlegt werden und damit zum Areal der geplanten Landesgartenschau gehören.

Zugleich siedeln Stadtverwaltung und Taubenschutzverein einige Tauben, die verletzt gefunden und aufgepäppelt wurden, in die neuen Schläge um, und bringen die Eier freibrütender Tauben aus ungeeigneten Nistplätzen, die etwa durch Bauarbeiten gefährdet sind, in den Schlag, damit sie dort ausgebrütet werden. Denn eine Taube, die in ihm schlüpft, wird ihn für immer als Heimat betrachten.

 

Titelthema

Die zwei Reisen im Leben eines Schweins

Mitten durch die Region zieht sich ein Netzwerk, das aus Tierleid Lebensmittel macht. An jedem Tag, im Sommer wie im Winter, „produzieren” Muttersauen in Ställen der Region Ferkel, in einer …

 ·  Regionales Tiere in der Region  ·  10. March 2026  ·  Aus Ausgabe 1/2026, S. 33, 34

Schlachthof
Bild: Die Vegionale

Mitten durch die Region zieht sich ein Netzwerk, das aus Tierleid Lebensmittel macht. An jedem Tag, im Sommer wie im Winter, „produzieren” Muttersauen in Ställen der Region Ferkel, in einer so engen Bucht, dass sie sich nicht mal wälzen können. Nach einem Monat entreisst man der Sau die Ferkel, damit diese ihre erste Reise antreten: nach Ehingen, wo beim Ferkel-Vermarkter Schleker je Woche rund 5.000 Ferkel umgeschlagen werden. Wie bei einem Schulausflug kreuzen sich hier die Wege der Klassen. In ihrer neuen Heimat mästet der Landwirt die Ferkel so schnell es geht, da jeder Tag Kosten verursacht.

Nach etwa einem halben Jahr in dunklen, engen Ställen – ein Schwein hat etwa einen Quadratmeter Lebensraum – sind die Tiere, im Prinzip noch Kinder, aber oft schon krank von Enge, Langeweile und dem Ammoniak der eigenen Absonderungen, schwer genug, um ihre zweite Reise anzutreten, die auch ihre letzte wird – in den Ulmer Schlachthof im Donautal. Dieser tötet im Jahr über 1,5 Millionen Schweine. Jeden Tag kommen rund 5.000 Schweine mit einem Transporter an. Sie werden durch metallene Gänge getrieben, mit CO2 erstickt, und auf der Rückseite in toten Teilen wieder verladen.

Bild: Christoph Bergmann

KATZENSCHUTZ

Verwilderte Hauskatzen in Ulm: Keine Freigänger-Romantik

Die Katzenhilfe Ulm/Neu-Ulm kümmert sich seit 30 Jahren um ein Problem, das vom Menschen verursacht wurde: das der verwilderten Hauskatzen.

 ·  Regionales Tiere in der Region  ·  10. March 2026  ·  Aus Ausgabe 1/2026, S. 35

Von Wildkameras erfasste nächtliche Streuner.

Dann und wann geschieht es, dass jemand seine Hauskatze aussetzt, weil er keine Lust mehr auf sie hat, oder dass, andersherum, eine Katze entläuft und nicht mehr zurückkehrt, weil sie genug von ihrem Menschen hat. So oder so: Die Katze wird zum Streuner, und wenn sie sich vermehrt, verwildert der Nachwuchs. Er ist nicht mehr in der Lage, mit Menschen zu leben – aber, und das ist das Problem: auch nicht ohne sie.

Über kurz oder lang bilden sich große Populationen von verwilderten Hauskatzen, die um die Zivilisation herum streunern, auf dem Land um Bauernhöfe, in der Stadt etwa in Industriegebieten wie dem Donautal in Ulm, wo nach Zählungen 300 bis 400 von ihnen leben. Aber auch auf dem Eselsberg oder in den Schrebergärten an der Donau lebt eine ansehnliche Anzahl verwilderter Hauskatzen.

Dieses Streunerleben hat aber viel weniger Freigängerromantik, als es sich manche Stubentiger ausmalen, wenn sie verträumt aus dem Fenster schauen. „Wenn es wie im Donautal nicht genügend Mäuse gibt, ernähren sie sich aus den Mülltonnen,“ erzählt Mimi Barth von der Katzenhilfe Ulm / Neu-Ulm, „Viele kommen krank zur Welt, mit kaputten Augen wegen des Katzenschnupfens. Sie sind auch voller Parasiten. Geschätzt 80 Prozent der streunenden Katzen erreichen nicht das erste Lebensjahr.“

Katze vor einer Wildkamera
Bild: Katzenhilfe Ulm/Neu-Ulm

Die Mitarbeiter der Katzenhilfe wirken der explodierenden Population entgegen. Das läuft in der Regel so ab: Sie fangen die Katzen mit Lebendfallen ein, lassen sie beim Tierarzt kastrieren, tätowieren und medizinisch versorgen, und setzen sie danach wieder am ursprünglichen Ort aus.

Helfen würde eine Katzenschutzverordnung, wie sie in vielen Bundesländern, aber auch Städten wie Senden bereits gilt. Diese verpflichtet jeden, der Katzen raus lässt, sie zu kastrieren und zu kennzeichnen, und berechtigt Tierschutzvereine, auch abgesperrte Grundstücke zu betreten, um Katzen einzufangen. Bisher sind die Grundstücke auf Schrebergärten, aber auch viele umzäunte Industriegelände für die Katzenhilfe nicht zu erreichen.

In Ulm versucht die Katzenhilfe mit Stadtrat Bastian Röhm und Amtsveterinär Manfred Chaloun, eine solche Verordnung zu aktivieren. Dafür zählen sie die streunenden Katzen, indem sie sie mit Wildkameras aufnehmen, wie hier zu sehen ist. Noch sträubt sich der Stadtrat. Aber Mimi Barth hofft, bei ihm 2026 Erfolg zu haben.

TITELTHEMA / STÖRCHE

Störche: Auf den Dächern Langenaus

Langenau, etwas nordöstlich von Ulm gelegen, ist eine der süddeutschen Storchen-Hochburgen. Die Einwohner lieben die geflügelten Gäste – aber es gibt auch Reibungen.

 ·  Regionales Tiere in der Region  ·  10. March 2026  ·  Aus Ausgabe 1/2026, S. 36, 37

Storch auf einem Dach in Langenau
Bild: Sven Wolf

Man kann Störche nur schwer übersehen. Wenn sie ihre Flügel ausbreiten, werfen sie einen weiten Schatten auf die Straßen. Wenn sie ihre Nester bauen, sind das hölzerne Festungen, die bis zu einer Tonne wiegen können. Und wenn die Jungstörche ihre Bürzel über den Nestrand heben, fließt der Kot sturzbachartig hinab.

Hinter dieser Auffälligkeit geht unter, wie selten Störche eigentlich sind. In den 70ern und 80ern war der Bestand in Deutschland auf wenige tausend Brutpaare geschrumpft. Heute hat er sich wieder auf mehr als 7.500 erholt. Das klingt viel, ist aber verglichen mit 85 Millionen Menschen oder 400.000 Krähen-Brutpaaren verschwindend wenig. Der Bestand hat sich stabilisiert, erklärt der Langenauer Storchenbetreuer Jörg Müller, doch er hält die Vögel weiterhin für bedroht.

In Langenau, einer der Storchen-Hochburgen Süddeutschlands, gibt es rund 40 Nester, in denen im Sommer gut 200 Störche wohnen. Ab März klappert und flattert es auf den Dächern, und staunende Besucher erblicken auf fast jedem Haus ein Nest. Auf manchen, wie dem der Bäckerei Staib, leben sogar drei Familien in harmonischer Nachbarschaft nebeneinander. Das ist nicht immer so, erzählt Müller. Manchmal kommt es unter den oft dickköpfigen Tieren zum Nachbarschaftsstreit, der bis zur Sabotage des anderen Nestes eskalieren kann.

Bild: Sven Wolf

Ideales Umfeld für Störche

Die meisten Langenauer lieben ihre Störche. Sie sind ja auch Sympathieträger. Aber nicht immer leben Mensch und Tier reibungsfrei zusammen, was zum Teil auch die Schuld der Störche ist, die wenig Rücksicht auf menschliche Bedürfnisse nehmen.

Beispielsweise können ihre Nester die Schornsteine verstopfen. Der Besitzer darf sie dann nur mit Genehmigung und nach der Brutzeit entfernen. Die Jungvögel, die noch nicht gelernt haben, ihr Geschäft auswärtig zu vollziehen, verfärben oft ganze Hausdächer weiß-grau. Der Kot der Störche, erzählt Müller, schadet den Ziegeln nicht, sondern pflegt sie sogar, weil er Moos zersetzt. Aber abgesehen davon, dass es nicht eben schön aussieht, stößt auch ehrliche Tierliebe an ihre Grenzen, wenn der Kot wie bei der Volksbank im Langenauer Zentrum die Nottreppe und Photovoltaikanlage verschmiert.

Man versucht, die Störche mit eigens angebrachten Nisthilfen an Stellen zu locken, an denen man sie haben will. Manchmal nehmen die Tiere das an, aber gelegentlich ignorieren sie es auch und bauen ihr Nest direkt daneben. Auch Versuche, sie aus der Innenstadt umzusiedeln, schlagen in der Regel fehl, da sich Störche in Kolonien mit anderen Störchen am wohlsten fühlen.

Jörg Müller mit Fernglas
Jörg Müller ist Storchenbetreuer von Langenau. Als Naturschützer für die ARGE Donaumoos verbringt er einen Großteil seiner Freizeit damit, sich um das Wildleben in den moorigen Wiesen an der Donau zu kümmern. Bild: Sven Wolf

Den Standort Langenau haben sich die Störche ausgesucht, weil sie im nahen Donaumoos genügend Insekten, Mäuse und auch Amphibien als Nahrung finden, während die Dächer und Türme der Altstadt perfekte Nistgelegenheiten bietet. Doch wegen der zunehmenden Trockenheit wurde das Angebot im letzten Jahr knapper, weshalb einige Störche, erzählt Müller, die schwächeren Küken kurzerhand aus dem Nest werfen, um sich um die Stärkeren zu kümmern.

Das Leben der Störche ist hart und muss das auch sein. Schließlich reisen Störche jedes Jahr um die halbe Welt. Im Herbst treibt der Instinkt die Jungvögel auf die Reise in den Süden. Forschungen haben dabei zwei populäre Routen gezeigt, die beide nach Afrika führen, die eine über den Bosporus, die andere über Spanien und die Straße von Gibraltar. Oft überwintern die Störche mittlerweile aber auch in Spanien, wo sie etwa auf Müllkippen reichlich Nahrung finden.

Über das Sozialleben der Störche ist nicht allzuviel bekannt. Aber vieles spricht dafür, dass sie in der Lage sind, Freundschaften zu bilden. Müller erzählt, dass auch schon ein Storch, der eigentlich aus Spanien kommt, in Langenau Quartier bezogen hat, was vermutlich daran liegt, dass er sich mit Langenauer Störchen angefreundet hat.

Aber nicht jeder Storch kehrt von der Reise zurück. Genauer gesagt: nur etwa die Hälfte. Vielleicht ist das ja der Grund, weshalb immer mehr alte Störche die beschwerliche Reise vermeiden und stattdessen in Langenau überwindern. Im Winter 2025/26 waren es 14 Exemplare, die geblieben sind.

Storchennest über den Dächern Langenaus
Bild: Sven Wolf

Titelthema

Angelseen an der Donau

Kaum etwas prägt die Region so stark wie der Bau der Autobahnen. Aber nicht, weil ihre Betonspuren graugerade durch die Landschaft schneiden, sondern weil man für ihren Bau unzählige Kiesgruben …

 ·  Regionales Tiere in der Region  ·  10. March 2026  ·  Aus Ausgabe 1/2026, S. 34

Angelseen an der Donau aus der Luft
Bild: Die Vegionale

Kaum etwas prägt die Region so stark wie der Bau der Autobahnen. Aber nicht, weil ihre Betonspuren graugerade durch die Landschaft schneiden, sondern weil man für ihren Bau unzählige Kiesgruben an der Donau ausgehoben hat. Aus diesen entstand zwischen Ulm und Leipheim ein in Süddeutschland seltenes Paradies aus Baggerseen – zur Freude von Wasserratten und Anglern, die aus ganz Süddeutschland anreisen, aus Stuttgart, München, Füssen. An sonnigen Tagen kaufen mehr als 100 Personen im Angelcenter Elchingen Tageskarten für einen der mehr als 20 Seen, die der Laden betreut. Es gibt aber noch viele weitere, allein 33 Gewässer des Ulmer Angelvereins. Gefischt werden vorwiegend Hecht und Karpfen, aber auch Giebel, Zander, Schleie, Brachse und andere. Dass die Fische es nicht eben toll finden, so gewaltsam aus dem Leben gerissen zu werden, versteht sich von selbst.

Aber immerhin durften sie, im Gegensatz zu Schweinen, bis dahin in Freiheit leben. Und anders als die Meeresfischer rotten die Angelvereine die Fischarten nicht aus, sondern sorgen dafür, dass die Bestände in den Seen stabil bleiben.

Titelthema

Exoten im Donaumoos

Der menschliche Hunger auf Tierisches ist so gewaltig, dass ihn das Vieh, das hier heimisch ist, kaum ganz befriedigen kann. Daher vergreift man sich auch an Exotischem, beispielsweise in Leipheim …

 ·  Regionales Tiere in der Region  ·  10. March 2026  ·  Aus Ausgabe 1/2026, S. 34

Strauße
Strauße. Foto: Yathin S Krishnappa, CC BY-SA 4.0

Der menschliche Hunger auf Tierisches ist so gewaltig, dass ihn das Vieh, das hier heimisch ist, kaum ganz befriedigen kann. Daher vergreift man sich auch an Exotischem, beispielsweise in Leipheim am König der Vögel – dem Strauss. 1993 erhielt ein Hof im Donaumoos zwei Afrikanische Straussenzuchtpaare, woraus mit dem Straussen Eiland eine der größten und langlebigsten Straussenfarmen Deutschlands wurde. Wiewohl die Tiere besser leben dürften als Hühner oder Schweine, geht ihre Ausbeutung, wie die Tierschutzorganisation PETA anprangert, ebenfalls mit „Tierleid und Qual” einher. Das Gehege im feuchtkalten Donaumoos dürfte kaum ein artgerechtes Revier abgeben für die lauffreudigen, ans trocken-heiße afrikanische Klima gewohnten Wildvögel. Vor allem aber dürften nur die 30 Zuchtstraussen im Eiland ein einigermaßen langes Leben führen; den 400–500 Küken und Jungstraußen, die auf der Farm leben, gönnt man dagegen nur einen Bruchteil ihrer maximal 50 Lebensjahre. Sie werden getötet, sobald sie ihr Schlachtgewicht erreicht haben, was üblicherweise nach 15–18 Monaten soweit ist.

Die Vegionale hat das Straussen-Eiland hartnäckig um ein Interview gebeten, ist aber letztlich trotz freundlichem Kontakt gescheitert. Daher können wir nur begründet vermuten.

AUS DEM TIERHEIM

„Jährlich kommen um die 200 Tiere an“

Ein Einblick in das Günzburger Tierheim Arche Noah

 ·  Regionales Haustiere  ·  10. March 2026  ·  Aus Ausgabe 1/2026, S. 27 · Emma Sposato

Junge Katze im Tierheim
Bild: Die Vegionale

Sicherlich fragt man sich: Was muss passieren, dass so viele Lebewesen pro Jahr abgegeben oder gefunden werden?

Häufig ist die Allergie gegen die Fellnasen ein Grund. Viele wissen nicht, dass sie allergisch sind, etwa gegen Katzenhaare, und bemerken es erst, wenn die Nase beim Schmusen läuft. Manchmal sind es auch finanzielle Schwierigkeiten, oder, immer häufiger, unüberlegte Anschaffungen.

Oft werden die Tiere herrenlos gefunden, ob vor den Türen des Tierheims oder auf den Straßen. Die Mitarbeiter lassen das Tier nach der Ankunft durchchecken und, sofern sich kein ursprünglicher Halter meldet, impfen und gegebenenfalls kastrieren. Anschließend suchen sie nach einem neuen, liebevollen Zuhause. Bis dahin haben Katzen im Tierheim sechs gut ausgestattete Räume mit Kratzbäumen und Außenbereich; Hunde verweilen in großzügigen Zwingern im Hundehaus, welche mit Fußbodenheizung ausgestattet sind und ebenfalls über einen Außenbereich verfügen. Im Durchschnitt befinden sich etwa 30 Katzen und 10 Hunde im Heim. Aber keine Sorge, so viele wie abgegeben werden, werden wieder vermittelt. Jungtiere finden schnell ein neues Zuhause. Schwerer haben es ältere, chronisch kranke oder traumatisierte Tiere. Manche besonders schwierigen Fälle bleiben auch länger oder gar für immer im Tierheim. „Doch mit einem Sozialisierungs-Training geben wir auch schwierigen Vierbeinern die Chance, sich zu entwickeln und wieder einen Halter zu finden“, merkt Bianca Theil an, die ehemalige Leiterin der Arche Noah.

Die Auswahl neuer Besitzer

Wer sich dafür entscheidet, ein Tier zu adoptieren, kann nicht einfach reinspazieren und sich eins mitnehmen. Für Katzen verlangt die Arche Noah drei Besuche, damit sich Tier und Mensch aneinander gewöhnen und die Entscheidung gut durchdacht ist, für Hunde noch mehr. Denn das Tierheim wählt neue Besitzer sorgfältig aus. Mit Erfolg: Nur rund fünf bis zehn Prozent der Tiere kommen wieder zurück, weil später Probleme auftreten.

Zur Adoption müssen die neuen Halter ein wenig Geld in die Hand nehmen. Für ein Kitten, einfach geimpft und gechipt, fällt eine Schutzgebühr in Höhe von 70 Euro an. Für eine ältere Katze, welche vollständig geimpft, gechipt und auch bereits kastriert ist, bis zu 180 Euro. Die Schutzgebühr bei Junghunden unter einem Jahr beträgt 400 Euro, bei ausgewachsenen Hunden 300 Euro.

(Sach-)spenden willkommen

Diese Einnahmen decken aber bei weitem nicht die Ausgaben der Arche Noah, die auch unter den steigenden Preisen für Tierärzte, Futter und Energie leidet. Die Stadt hilft zwar mit Fundtierpauschalen, doch ohne Spenden könnte das Tierheim nicht überleben und nur rote Zahlen schreiben; deshalb freut es sich immer über Geld- und Sachspenden.