Milch
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Tiere in der Region
Die Rinder der Region
Wie viele Rinder leben in der Region – und, vor allem: Wie leben sie? Die Vegionale hat nachgeforscht und einiges herausbekommen.
Es ist nicht ganz einfach, viel über die Rinder in der Region zu erfahren. Immerhin informieren die Veterinärämter bereitwillig über die präzise Anzahl der Tiere in der Region. Im Alb-Donaukreis leben 46.098 Rinder, davon 15.436 Milchkühe. Ähnlich im Landkreis Günzburg, mit rund 40.000 Rindern, davon etwa 13.000 Milchkühe. Im Landkreis Neu-Ulm leben dagegen nur 19.500 Rinder, und in Ulm etwas weniger als 1000. Über die Betriebsgrößen dagegen gab nur die Günzburger Veterinärin Barbara Gneiser-Schupp Auskunft: Betriebe unter 20 Tieren sind eine Minderheit, über 150 Tiere sind selten. Die meisten Rinder leben in den Herdengrößen dazwischen. Der größte Einzelbetrieb im Landkreis Günzburg hält etwa 350 Milchkühe. Weidegang eher selten Auch bei den Haltungsformen haben wir eher vage Auskünfte erhalten. Die als besonders artgerecht geltende Mutterkuhhaltung, bei der die Kuh nicht gemolken wird, sondern ihr Kalb mit eigener Milch versorgt, findet meist „extensiv“, also auf der Weide statt, erklärt Frau Gneiser-Schupp, oft mit besonderen Rinderrassen, die für diese Haltung geeignet sind – wie Galloways oder Schottische Hochlandrinder. Der typische Weidegang sei im Landkreis nicht besonders häufig, meint die Veterinärin, auch wenn man immer wieder Rinder auf der Weide antrifft, je tiefer man in den Landkreis hinein reist. Ähnlich verhält es sich in den anderen Landkreisen der Region. Häu
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Tierhaltung
Das verborgene Schicksal der männlichen Milchkälber
Ein dunkles Kapitel der Rinderzucht handelt vom Schicksal männlicher Milchkälber. Viel ist nicht bekannt – aber genug, um sich zu entsetzen.
Das Leben der sogenannten Nutztiere hat seine Härten und Grausamkeiten. Die meisten Verbraucher nehmen diese aber, mehr oder weniger bewusst, hin. Ethisch gehen sie d’accord mit dem Tierschutzgesetz, das es gestattet, Tieren Leid zuzufügen, wenn es nur einen „vernünftigen“ Grund dafür gibt. Vernünftig ist in dieser Perspektive alles, was, irgendwie, einen Nutzen hat, beim Rind etwa die Produktion von Milch, Fleisch oder Leder. Für viele beginnt aber dort eine ethische Grauzone, wo der Nutzen fehlt oder sich in reine Ökonomie verflüchtigt. Etwa wenn die männlichen Küken von Legehennen geschreddert werden, weil die Überoptimierung aufs Eierlegen sie für die Mast wertlos macht. Weil die Kalorien in die Milch fließen Eine ähnliche, aber weniger bekannte Thematik findet man bei den Kälbern von Milchkühen. So wie eine Henne Eier legt, um sich fortzupflanzen, gibt eine Kuh nur Milch, wenn sie ein Kalb geboren hat. Anders als viele Menschen vermuten, ist die Milch also nicht einfach ständig verfügbar. Sie ist Teil des natürlichen Fortpflanzungszyklus der Kuh. Nach der Geburt des Kalbes beginnt die Milchbildung. Damit eine Kuh über Jahre Milch geben kann, muss sie jedoch immer wieder ein Kalb bekommen. Für den Milchbetrieb entsteht damit jedes Jahr aufs Neue dieselbe Frage: Was geschieht mit den Kälbern, die sich nicht vermarkten lassen? Bei vielen Zweinutzungsrassen, wie dem in Süddeut

