Zugvögel
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Tiere in der Region
Störche: Auf den Dächern Langenaus
Langenau, etwas nordöstlich von Ulm gelegen, ist eine der süddeutschen Storchen-Hochburgen. Die Einwohner lieben die geflügelten Gäste – aber es gibt auch Reibungen.
Man kann Störche nur schwer übersehen. Wenn sie ihre Flügel ausbreiten, werfen sie einen weiten Schatten auf die Straßen. Wenn sie ihre Nester bauen, sind das hölzerne Festungen, die bis zu einer Tonne wiegen können. Und wenn die Jungstörche ihre Bürzel über den Nestrand heben, fließt der Kot sturzbachartig hinab. Hinter dieser Auffälligkeit geht unter, wie selten Störche eigentlich sind. In den 70ern und 80ern war der Bestand in Deutschland auf wenige tausend Brutpaare geschrumpft. Heute hat er sich wieder auf mehr als 7.500 erholt. Das klingt viel, ist aber verglichen mit 85 Millionen Menschen oder 400.000 Krähen-Brutpaaren verschwindend wenig. Der Bestand hat sich stabilisiert, erklärt der Langenauer Storchenbetreuer Jörg Müller, doch er hält die Vögel weiterhin für bedroht. In Langenau, einer der Storchen-Hochburgen Süddeutschlands, gibt es rund 40 Nester, in denen im Sommer gut 200 Störche wohnen. Ab März klappert und flattert es auf den Dächern, und staunende Besucher erblicken auf fast jedem Haus ein Nest. Auf manchen, wie dem der Bäckerei Staib, leben sogar drei Familien in harmonischer Nachbarschaft nebeneinander. Das ist nicht immer so, erzählt Müller. Manchmal kommt es unter den oft dickköpfigen Tieren zum Nachbarschaftsstreit, der bis zur Sabotage des anderen Nestes eskalieren kann. Ideales Umfeld für Störche Die meisten Langenauer lieben ihre Störche. Sie sind ja a
